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Spardabank Hessen Stadion

Zur Zeit befindet sich das Stadion im Umbau. Neueste Informationen zum derzeitigen Stand des Stadions findet ihr auf der Homepage des neuen Stadions:

http://www.offenbach.de/landingpages/stadion/


Hier noch ein paar ältere Berichte zum alten Stadion Bieberer Berg:

Offenbacher Kickers Jahrbuch 98/99

Seit dem 29.05.1921 spielt der OFC auf dem Bieberer Berg. Damals eröffneten die Kickers die Anlage vor 12000 Zuschauer mit einer 3:5-Niederlage gegen Wacker München.Es gab damals eine Holztribüne für ca. 1200 Zuschauer und erstmalig zogen sich Zuschauerterrassen um den Platz In den Jahren zwischen 1950 und 1976 entstand das Stadion in seiner heutigen Form. So wurde 1952 die erste überdachte Stehtribüne Deutschland erbaut. 1962 folgte dann die Haupttribüne und im Jahr 1973 wurde die Südost-Tribüne (heutige ORION-Tribüne) sowie die heute gesperrte Stahlrohrtribüne gebaut. Das eigentliche Wahrzeichen ist jedoch die Flutlichtanlage, die den Bieberer Berg zum Hexenkessel werden läßt. Brennt die "Funzel" erst einmal, dann ist der OFC kaum noch zu bremsen. So weigerte sich Borussia Fulda in einem entscheidenden Spiel abends unter Flutlicht anzutreten. Kurzerhand wurde die "Funzel" gegen 16.00 Uhr eingeschaltet und Fulda mit 3:1 besiegt. Das Fassungsvermögen betrug einmal 31500 Zuschauer. Doch die Sperrung der baufälligen Stahlrohrtribüne reduzierte die maximale Zuschauerzahl auf momentan 24000. Mit dem Aufstieg in die 2.Bundeslige ist auch eine Restauration dieser Tribüne geplant.Das das Stadion heute noch steht, ist nicht selbstverständlich. Denn 1991 drohte das Aus für den Bieberer Berg. Die Stadt Offenbach war pleite und suchte nach Einsparmöglichkeiten. So wollte man durch einen Privatinvestor anstelle des Stadions einen Freizeit zentrum errichten. Doch ein Proteststurm brach über die Verantwortlichen herein und man ließ sich erweichen. Da Stadion ging 1992 in Erbpacht an den OFC, der nun selbst für den Erhalt zuständig war. Es gab diverse Hilfsaktionen. Nicht zu vergessen ist hier die Aktion der Offenbach Post mit dem Titel "Rettet den Bieberer Berg". So greifen auch heute noch oftmals Fans zum Werkzeug und strichen beispielsweise den Zaun oder tauschten Sitzschalen aus.

Ein weiteres Kapitel ist die Anzeigetafel, die nun seit anderthalb Jahren hinter der Stahlrohrtribüne steht. Funktioniert hat sie bis Heute noch nicht, da ein Elektronikteil verschwunden ist und es nicht "kurzfristig" zu beschaffen ist. Für die kommende Vorrunde wurde jedenfalls die Funktionalität versprochen....

QUELLE:
Steffie Wetzel, Volker Goll; Offenbacher Kickers Jahrbuch 98/99;
AGON Sportverlag


„Der Verein Kickers Offenbach wurde am 27. Mai 1901 im Restaurant ´Rheinischer Hof´ in der Offenbacher Herrnstraße gegründet.“ Bereits einige Jahre zuvor wurde in Offenbach Fußball gespielt. Ein Offenbacher mit dem Namen Heim brachte von einem zweijährigen England-Aufenthalt angeblich das Fußballspiel in seine Heimat. „Es folgte die Gründung des OFC 1899, im Jahr 1900 die der Vereine Melitia, Teutonia,Viktoria,Germania, und Neptun. Im Jahre 1901 wurde aus ausgeschiedenen Mitgliedern dieser Vereine der OFC Kickers gegründet.“ Das Erste Spielfeld des Clubs befand sich auf dem Friedrichsplatz. Bereits im Jahre 1902 wurden die Spiele des OFC auf dem Bieberer Berg ausgetragen, der damals als Exerzierplatz diente. Die Garnisonsverwaltung verwehrte dem Verein jedoch des öfteren die Benutzung des Geländes, so daß der OFC sich gezwungen sah, im Jahr 1907 auf ein Gelände im etwas außerhalb liegenden Stadtteil Bürgel umzuziehen. Nach der Kündigung des Platzes in Bürgel durch die Stadt, zog der Verein 1919 wieder um. Der Bieberer Berg wurde fortan der Austragungsort der Kickers-Spiele. „Im Mai 1921 – zum 20jährigen Stiftungsfest – wurde eine für süddeutsche Verhältnisse erstklassige Sportanlage eingeweiht. Das erste Spiel an dieser Stätte gegen Wacker München (3:5 verloren) verfolgten 12.000 Zuschauer.“ Im Hinblick auf die große Zuschauerzahl muß man davon ausgehen, daß bereits ein Stadion vorhanden war, und daß der Verein in Offenbach eine herausragenden Rolle spielte. Die Errichtung eines Stadions ließ sich nur durch die Unterstützung wohlhabender Bürger finanzieren. Der Vorstand des OFC war in seiner Anfangszeit von Industriellen geprägt. So war der Industrieunternehmer Heinrich Lavis seit 1912 im Verein tätig und seit 1921 Ehrenvorsitzender. „Die Erbauung des neuen Sportplatzes mit all seinen modernen Einrichtungen ist zum großen Teil sein Werk.“

Feeling Bieberer Berg

Das Feeling Bieberer Berg ist die neueste Errungenschaft innerhalb der Bilderwelt des OFC. Es ist nicht schon seit Jahrzehnten mit dem Verein verbunden wie die anderen Images. Es meint im Sinne eines Fremd-Images eine besondere Stadionatmosphäre, die einen herausragenden Eventcharakter hat. Als Gründe hierfür wird meist das sehr enge und weitgehend überdachte Stadion, der langanhaltende Erfolg des OFC in den vergangenen Jahren und das inzwischen verbotene Abbrennen von Bengalischen Lichtern genannt. Für die Fanszene hat der Begriff unterschiedliche Bedeutungen, die zwischen totaler Abgrenzung von dem „Marketingbegriff“ und der Zusammenfassung aller (positiven) Erlebnisse rund um das Fandasein beim OFC pendelt.

Auszug aus einem Empiriepraktikum Forschungsbericht, von Matthias Eckert (1999)


Aus dem Magazin Jungle World, vom 16.12.1998

Zu Spitzenbegegnungen der Regionalliga Süd pilgern schon mal zwanzigtausend Leute auf den Bieberer Berg. Auf der Stehtribüne an der Gegengeraden geht dann der Punk ab. Vom Fußballwahn berauschte, teils aberwitzig wirkende Leute schreien, begleitet von einem schrägen Trommelrhythmus, ihr "Kickers! Kickers!", zünden eine Bengalofackel nach der anderen und verfolgen im Schein der roten Leuchtfeuer mit den glühenden Augen junger Angorahasen, wie die Rauchwolken gleich ihren Anfeuerungsrufen über das Spielfeld wallen. Am Bieberer Berg stehen die Fans im wahrsten Sinne des Wortes hinter ihrer Mannschaft, so eng ist in diesem waschechten Fußballstadion, ohne Laufbahn oder ähnlichem Schnickschnack, der Kontakt zwischen Spielern und Publikum.


Parkmöglichkeiten
Für Gäste gibt es einen ausgeschilderten Gästeparkplatz.

Anfahrt
Aus Richtung Würzburg:
Über die A3 bis zur Ausfahrt Offenbach-Ost/Weiskirchen, von dort die B448 Richtung Offenbach bis zum Stadion.

Vom Hbf Offenbach fährt die Buslinie 102 direkt zum Stadion. Zudem werden auch Sonderbusse eingesetzt. Vom S-Bahnhof Offenbach-Ost ist es bis zum Stadion zu Fuß ca. 15 Minuten.

Aus Richtung Köln:
Über die A3 am Offenbacher Kreuz auf die A661 Richtung Frankfurt. Die Abfahrt Taunusring nehmen, dort rechts auf die B43 in Richtung Mühlheim/Heusenstamm. Nach etwa 5 km (Aral-Tankstelle) rechts in die B448 (Bieberer Straße) einbiegen, welche direkt zum Stadion führt.

 

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