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Stadion
Bieberer Berg
Das Stadionbild oben könnt ihr mit eurer Computermaus
sozusagen erforschen. Probiert es doch einmal aus.
Insgesamt findet ihr 37 Bilder in der Grafik.
Erstellt wurde das Stadionbild von Lutz
Kammermeier.
Getestet wurden die Effekte in der Stadiongrafik
mit dem Internet Explorer 5.0
Stadion
Bieberer Berg Zur Zeit in der in
Deutschland neue Arenen aus dem Boden gestampft werden,
genießt unser Stadion immer noch Kult-Charakter.
Gewiss, das Stadion hat schon bessere Zeiten gesehen.
Aber wer die Fußballatmosphäre liebt, der wird auch
dieses Stadion mögen. Man glaubt manchmal sogar hier
wäre die Zeit stehen geblieben. Eine Zeit in der es
keine Podeste vor den Fankurven gab. Eine Zeit die ohne
Megaphone auskam. Eine Zeit die ohne
Gefahrenabwehrverordnung auskam. Eine Zeit in der es
noch die Kickers-Viertelstunde gab und man den "Kickers-Roaaarrr"
bis in die Haarspitzen spürte. Eine Zeit wo man glaubte
in einem alten englischen Stadion zu sein. Eine Zeit in der es
mehr Steh als Sitzplätze in den Stadien gab.
Der Zahn der Zeit macht aber auch vor dem Kickers
Stadion kein halt. Schon längst genügt das Stadion nicht
mehr dem Sicherheitswahn des DFB und der wahnwitzigen
Gefahrenabwehrverordnung der Stadt Offenbach.
Auch der Eventzuschauer hat gehobene Ansprüche die das
derzeitige Stadion nicht bieten kann. Um
im Profifußball mithalten zu können ist das alte
Fußballstadion nicht mehr Zeitgerecht. Auch eine Lizenz
für erste und zweite Bundesliga würde man mit diesem
Stadion seitens des DFB, bzw. DFL, nicht mehr erhalten.
Im Juni 2009 hat die Stadt Offenbach beschlossen auf dem
Bieberer Berg ein neues Stadion zu bauen. Nach und nach
werden die Tribünen abgerissen und durch einen Neubau
ersetzt. Die FAZ schreibt dazu am 18. Juni 2009:
Das „Feeling Bieberer Berg“ – die Nähe von Spielern
und Zuschauern – soll erhalten bleiben. Doch das
Stadion, in dem der 1901 gegründete „Offenbacher
Fußballklub Kickers (OFC)“ sein Zuhause hat, dürfte ein
neues Gesicht bekommen. Noch ist es für die OFC-Fans ein
Traum: Kein zerbröselnder Beton auf den Tribünen, keine
bei Frost berstenden Heizungsrohre, Toiletten, die nicht
schmuddelig sind. Für 25 Millionen Euro will die Stadt
Offenbach auf dem Bieberer Berg ein neues Stadion bauen.
Das neue Stadion wird von einer
Stadionbetreibergesellschaft errichtet, ein
Tochterunternehmen der Stadtwerke Offenbach Holding
(SOH). Geplant ist ein "Ein-Rang-Stadion"
das 18.000 Plätze aufweisen soll, hiervon sind dann etwa
8.000 Stehplätze. Außerdem kann das Stadion um 3.000
Plätze erweitert werden. Wie das neue
Stadion letztendlich aussehen wird sieht man dann im
Dezember 2010. Denn bis dahin läuft europaweit eine
Ausschreibung. Herby
Hier noch ein paar ältere Berichte
zum Stadion Bieberer Berg: Offenbacher
Kickers Jahrbuch 98/99
Seit dem 29.05.1921 spielt der
OFC auf dem Bieberer Berg. Damals eröffneten die
Kickers die Anlage vor 12000 Zuschauer mit einer
3:5-Niederlage gegen Wacker München.Es gab damals eine
Holztribüne für ca. 1200 Zuschauer und erstmalig zogen
sich Zuschauerterrassen um den Platz In den Jahren
zwischen 1950 und 1976 entstand das Stadion in seiner
heutigen Form. So wurde 1952 die erste überdachte
Stehtribüne Deutschland erbaut. 1962 folgte dann die
Haupttribüne und im Jahr 1973 wurde die Südost-Tribüne
(heutige ORION-Tribüne) sowie die heute gesperrte
Stahlrohrtribüne gebaut. Das eigentliche Wahrzeichen
ist jedoch die Flutlichtanlage, die den Bieberer Berg
zum Hexenkessel werden läßt. Brennt die
"Funzel" erst einmal, dann ist der OFC kaum
noch zu bremsen. So weigerte sich Borussia Fulda in
einem entscheidenden Spiel abends unter Flutlicht
anzutreten. Kurzerhand wurde die "Funzel"
gegen 16.00 Uhr eingeschaltet und Fulda mit 3:1 besiegt.
Das Fassungsvermögen betrug einmal 31500 Zuschauer.
Doch die Sperrung der baufälligen Stahlrohrtribüne
reduzierte die maximale Zuschauerzahl auf momentan
24000. Mit dem Aufstieg in die 2.Bundeslige ist auch
eine Restauration dieser Tribüne geplant.Das das
Stadion heute noch steht, ist nicht selbstverständlich.
Denn 1991 drohte das Aus für den Bieberer Berg. Die
Stadt Offenbach war pleite und suchte nach Einsparmöglichkeiten.
So wollte man durch einen Privatinvestor anstelle des
Stadions einen Freizeit zentrum errichten. Doch ein
Proteststurm brach über die Verantwortlichen herein und
man ließ sich erweichen. Da Stadion ging 1992 in
Erbpacht an den OFC, der nun selbst für den Erhalt zuständig
war. Es gab diverse Hilfsaktionen. Nicht zu vergessen
ist hier die Aktion der Offenbach Post mit dem Titel
"Rettet den Bieberer Berg". So greifen auch
heute noch oftmals Fans zum Werkzeug und strichen
beispielsweise den Zaun oder tauschten Sitzschalen aus.
Ein weiteres Kapitel ist die Anzeigetafel, die nun
seit anderthalb Jahren hinter der Stahlrohrtribüne
steht. Funktioniert hat sie bis Heute noch nicht, da ein
Elektronikteil verschwunden ist und es nicht
"kurzfristig" zu beschaffen ist. Für die
kommende Vorrunde wurde jedenfalls die Funktionalität
versprochen....
QUELLE:
Steffie Wetzel, Volker Goll; Offenbacher Kickers
Jahrbuch 98/99;
AGON Sportverlag
„Der Verein Kickers Offenbach wurde am
27. Mai 1901 im Restaurant ´Rheinischer Hof´ in der
Offenbacher Herrnstraße gegründet.“ Bereits einige
Jahre zuvor wurde in Offenbach Fußball gespielt. Ein
Offenbacher mit dem Namen Heim brachte von einem zweijährigen
England-Aufenthalt angeblich das Fußballspiel in seine
Heimat. „Es folgte die Gründung des OFC 1899, im Jahr
1900 die der Vereine Melitia, Teutonia,Viktoria,Germania,
und Neptun. Im Jahre 1901 wurde aus ausgeschiedenen
Mitgliedern dieser Vereine der OFC Kickers gegründet.“
Das Erste Spielfeld des Clubs befand sich auf dem
Friedrichsplatz. Bereits im Jahre 1902 wurden die Spiele
des OFC auf dem Bieberer Berg ausgetragen, der damals
als Exerzierplatz diente. Die Garnisonsverwaltung
verwehrte dem Verein jedoch des öfteren die Benutzung
des Geländes, so daß der OFC sich gezwungen sah, im
Jahr 1907 auf ein Gelände im etwas außerhalb liegenden
Stadtteil Bürgel umzuziehen. Nach der Kündigung des
Platzes in Bürgel durch die Stadt, zog der Verein 1919
wieder um. Der Bieberer Berg wurde fortan der
Austragungsort der Kickers-Spiele. „Im Mai 1921 –
zum 20jährigen Stiftungsfest – wurde eine für süddeutsche
Verhältnisse erstklassige Sportanlage eingeweiht. Das
erste Spiel an dieser Stätte gegen Wacker München (3:5
verloren) verfolgten 12.000 Zuschauer.“ Im Hinblick
auf die große Zuschauerzahl muß man davon ausgehen, daß
bereits ein Stadion vorhanden war, und daß der Verein
in Offenbach eine herausragenden Rolle spielte. Die
Errichtung eines Stadions ließ sich nur durch die
Unterstützung wohlhabender Bürger finanzieren. Der
Vorstand des OFC war in seiner Anfangszeit von
Industriellen geprägt. So war der Industrieunternehmer
Heinrich Lavis seit 1912 im Verein tätig und seit 1921
Ehrenvorsitzender. „Die Erbauung des neuen
Sportplatzes mit all seinen modernen Einrichtungen ist
zum großen Teil sein Werk.“ Feeling
Bieberer Berg Das Feeling Bieberer Berg
ist die neueste Errungenschaft innerhalb der Bilderwelt
des OFC. Es ist nicht schon seit Jahrzehnten mit dem
Verein verbunden wie die anderen Images. Es meint im
Sinne eines Fremd-Images eine besondere Stadionatmosphäre,
die einen herausragenden Eventcharakter hat. Als Gründe
hierfür wird meist das sehr enge und weitgehend überdachte
Stadion, der langanhaltende Erfolg des OFC in den
vergangenen Jahren und das inzwischen verbotene
Abbrennen von Bengalischen Lichtern genannt. Für die
Fanszene hat der Begriff unterschiedliche Bedeutungen,
die zwischen totaler Abgrenzung von dem
„Marketingbegriff“ und der Zusammenfassung aller
(positiven) Erlebnisse rund um das Fandasein beim OFC
pendelt. Auszug aus einem
Empiriepraktikum Forschungsbericht, von Matthias Eckert
(1999)
Aus dem Magazin Jungle World, vom
16.12.1998 Zu Spitzenbegegnungen der
Regionalliga Süd pilgern schon mal zwanzigtausend Leute
auf den Bieberer Berg. Auf der Stehtribüne an der
Gegengeraden geht dann der Punk ab. Vom Fußballwahn
berauschte, teils aberwitzig wirkende Leute schreien,
begleitet von einem schrägen Trommelrhythmus, ihr
"Kickers! Kickers!", zünden eine
Bengalofackel nach der anderen und verfolgen im Schein
der roten Leuchtfeuer mit den glühenden Augen junger
Angorahasen, wie die Rauchwolken gleich ihren
Anfeuerungsrufen über das Spielfeld wallen. Am Bieberer
Berg stehen die Fans im wahrsten Sinne des Wortes hinter
ihrer Mannschaft, so eng ist in diesem waschechten Fußballstadion,
ohne Laufbahn oder ähnlichem Schnickschnack, der
Kontakt zwischen Spielern und Publikum.
Für
unsere Gästefans:
Gästebereich:
Stahlrohrtribüne (3000 Stehplätze),
Haupttribüne Block A (ca. 600 Sitzplätze)
Eingang Gästefans: Stahlrohrtribüne
In der Gästekurve gibt es für die Gäste
einen Verkaufsstand.
Zu sogenannten "Risikospielen"
gibt es alkoholfreies Bier. Neben einer Bratwurst gibt
es auch gebratene Rindswurst. Hier empfehlen wir die
Rindswurst. Im allgemeinen hat unser Catering eher einen
schlechten Ruf.
Abbrennen von Bengalos oder Rauchbomben
ist sinnlos. Die Polizei filmt alle Aktionen. Spätestens
nach dem Spiel werden die "Täter"
festgenommen. Anzeige und bundesweites Stadionverbot ist
die folge.
Im Eingangsbereich werdet ihr vom
Ordnungsdienst kontrolliert.
Berüchtigt und unter den OFC-Fans sehr
unbeliebt, die Gefahrenabwehrverordnung, die auch für Gästefans
gültig ist.
Die Gefahrenabwehrverordnung findet ihr HIER
Erlaubt:
- Kleine Schwenkfahnen mit max. 3 cm Stockdicke und
max. 100 cm Stocklänge
- Zaunfahnen (Es darf dabei jedoch keine
Sichtbehinderung aus und in den Block oder
Verdeckung der Werbetafeln vorgenommen werden.
Geeignet zum Aufhängen der Zaunfahnen sind der rückwärtige
Bereich der Stehtribüne und der Gitterbereich am
Flutlichtmast.)
- 2 große Schwenkfahnen (Ausweis mitführen)
- Trommeln
Nicht erlaubt:
- Megaphon(e)
- Gasdruckfanfaren
- Pyrotechnik in jeglicher Form
Choreo´s auch in kleinem Stil sind
vorher mit der Offenbacher Polizei abzustimmen.
OFC Fans:
Die OFC-Fans stehen auf der überdachten
Stehtribüne (Waldemar Klein Tribüne), hier in Block 2a
und 2b. Viel Stimmung kommt auch von der Orion-Sitztribüne.
Parkmöglichkeiten
Für Gäste gibt es einen ausgeschilderten Gästeparkplatz.
Anfahrt
Aus Richtung Würzburg:
Über die A3 bis zur Ausfahrt Offenbach-Ost/Weiskirchen,
von dort die B448 Richtung Offenbach bis zum Stadion.
Vom Hbf Offenbach fährt die Buslinie
102 direkt zum Stadion. Zudem werden auch Sonderbusse
eingesetzt. Vom S-Bahnhof Offenbach-Ost ist es bis zum
Stadion zu Fuß ca. 15 Minuten.
Aus Richtung Köln:
Über die A3 am Offenbacher Kreuz auf die A661 Richtung
Frankfurt. Die Abfahrt Taunusring nehmen, dort rechts
auf die B43 in Richtung Mühlheim/Heusenstamm. Nach etwa
5 km (Aral-Tankstelle) rechts in die B448 (Bieberer Straße)
einbiegen, welche direkt zum Stadion führt.
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